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Licht durchbricht die Nacht – Feierliche Osternacht im Pastoralen Raum Korschenbroich

Osternacht
Datum:
5. Apr. 2026
Von:
Christoph Sochart

Es ist ein besonderer Moment, wenn sich die Dunkelheit der Nacht langsam dem ersten Licht beugt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten St.-Andreas-Kirche versammelten sich in der Osternacht zahlreiche Gläubige, um gemeinsam das höchste Fest des christlichen Glaubens zu feiern. Unter der Leitung von Pfarrer Marc Zimmermann wurde die Liturgie zu einem eindrucksvollen Zeichen von Hoffnung und Neubeginn.

Bereits vor der Kirche begann die Feier mit der Segnung des Osterfeuers. In der kühlen Nacht flackerten die Flammen, während sich Pfarrer und Messdiener um das Feuer versammelte – ein uraltes Symbol für das Licht, das die Dunkelheit besiegt. Aus diesem Feuer entzündete Pfarrer Zimmermann die Osterkerze, Sinnbild für den auferstandenen Christus.

Mit der brennenden Kerze zog die Gemeinde in die zunächst völlig dunkle Kirche ein. Schritt für Schritt breitete sich das Licht aus, als die Gläubigen ihre eigenen Kerzen entzündeten. Der dreimalige Ruf „Lumen Christi“ – „Christus, das Licht“ – hallte durch das Kirchenschiff und wurde von der Gemeinde mit „Deo gratias“ beantwortet. Die zuvor dunkle Kirche erstrahlte schließlich in einem warmen Lichtermeer.

Es folgte die feierliche Liturgie mit Lesungen, Gebeten und dem festlichen Gloria, begleitet von der Schola, bei dem die Orgel mit Kantor Martin Sonnen und die Glocken nach der stillen Zeit der Karwoche wieder erklangen. Die Freude über die Auferstehung war spürbar und verband die Menschen in einer besonderen Gemeinschaft.

Im Anschluss an den Gottesdienst setzte sich die Feier auf dem Kirchplatz fort. Bei einer Agapefeier teilten die Besucher Brot und guten Wein miteinander – ein Zeichen der Gemeinschaft und des Miteinanders. Noch gegen Mitternacht standen viele Besucher in kleinen Gruppen um das langsam verglühende Osterfeuer, vertieft in Gespräche und persönlichen Austausch.

Die Osternacht im Pastoralen Raum wurde so einmal mehr zu einem lebendigen Zeugnis dafür, wie Tradition, Glaube und Gemeinschaft Menschen verbinden können – und wie das Licht der Hoffnung selbst die dunkelste Nacht erhellt.