Die ver-rückte Kirchenbank zu Gast in der Schlosskapelle Liedberg

Kirche unterwegs am Tag des offenen Denkmals
Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, kam das Team der „ver-rückten Kirchenbank“ nach Liedberg. In der Schlosskapelle machte die mobile Kirchenbank sichtbar, wofür das Projekt steht: Kirche verlässt ihre gewohnten Räume und sucht die Begegnung mitten im Leben.
Die Schlosskapelle bot dafür einen besonderen Ort. Wo Geschichte, Glaube und Dorfleben aufeinandertreffen, wurde die Kirchenbank selbst zum Zeichen der Einladung. Sie erinnerte daran, dass Kirche nicht nur in ihren Gebäuden zu finden ist, sondern überall dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Dazu gab es handgemachte Brownies, Blondies und Apfelkuchen.
Eine Bank, die unterwegs ist
Die „ver-rückte Kirchenbank“ ist ein Projekt der Initiative „Netzwerkkirche Korschenbroich“ und des Pastoralen Raums Korschenbroich. Ein Team aus Menschen mit unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen hat die Idee entwickelt, eine Kirchenbank aus ihrer vertrauten Umgebung herauszuholen und an ungewöhnliche Orte zu bringen.
Auf Plätzen, in Parks, bei Veranstaltungen oder – wie nun in Liedberg – in einem denkmalgeschützten Raum wird die Bank zu einem sichtbaren Zeichen: Kirche ist ansprechbar, offen und bereit, den Menschen entgegenzugehen.
Dabei ist die Kirchenbank mehr als ein Möbelstück. Sie schafft Raum für Begegnung, für Fragen und für neue Impulse. Je nach Anlass kann sie zur Themenbank werden und unterschiedliche Anliegen aufnehmen. Ihre Botschaft bleibt dabei stets dieselbe: Nehmen wir Platz. Kommen wir miteinander ins Gespräch.
Begegnung in besonderer Atmosphäre
Der Tag des offenen Denkmals lenkte den Blick auf die Schlosskapelle und ihre Bedeutung. Die Anwesenheit des Teams der „ver-rückten Kirchenbank“ ergänzte diesen Blick um eine aktuelle Perspektive. Vergangenheit und Gegenwart kamen zusammen: ein traditionsreicher Ort und ein Projekt, das Kirche neu und beweglich denkt.
So wurde die Kirchenbank in Liedberg zu einem verbindenden Element. Sie schlug eine Brücke zwischen dem historischen Ort, den Menschen vor Ort und der Frage, wie Kirche heute präsent sein kann. Nicht mit großen Worten, sondern durch sichtbare Nähe und die Bereitschaft, sich auf Begegnungen einzulassen.
Kirche, die auf Menschen zugeht
Der Besuch in der Schlosskapelle Liedberg zeigte auf schöne Weise, wie einfach und zugleich wirkungsvoll ein solches Zeichen sein kann. Eine Bank lädt zum Sitzen ein – und manchmal beginnt genau dort ein Gespräch, ein Gedanke oder eine neue Verbindung.
Das Team der „ver-rückten Kirchenbank“ bedankt sich für die Möglichkeit, am Tag des offenen Denkmals in Liedberg zu Gast zu sein. Die Kirchenbank wird weiter unterwegs sein und auch künftig dort auftauchen, wo Menschen zusammenkommen.
Denn Kirche kann vieles sein: ein vertrauter Raum, ein Ort der Stille, eine Gemeinschaft – und manchmal auch eine Bank, die ihren Platz verändert, um Menschen neu zu erreichen.
Kirche unterwegs: Wenn eine Bank Brücken schlägt.