„Eigentlich mag ich Grönemeyer gar nicht“

Worte mit Wirkung! Philipp Holstein, Kulturchef der Rheinischen Post, kam auf Einladung der "Netzwerkkirche Korschenbroich" und "Korschenbroich liest" zu einem ganz besonderen Abend nach St. Marien in Pesch. "Der Prediger Herbert Grönemeyer" stand auf dem Programm und zog viele Interessierte aus Nah und Fern an. „Eigentlich mag ich Grönemeyer gar nicht“, sagte er zu Beginn, um dann sehr liebevoll 60 kurzweilige Minuten über die gottesfürchtige Seite des Bochumer Sängers zu sprechen. Am Ende war es eine feuilletonistische Liebeserklärung an die Haltung des Musikers.
Holstein verstand es perfekt Titel wie "Der Weg", "Mut" und "Der Mond ist aufgegangen" in seiner ganz eigenen, sprachlichen Art zu interpretieren. Mit seinem besonderen Stil des Schreibens ("Manche finden Dinge lustig, die ich sage, obwohl ich sie ernst meine") und in der Folge des Vortragens zog er alle Teilnehmenden in seinen Bann, sodass es ein sehr berührender Abend wurde. Viele Lacher hatte er dabei auf seiner Seite ("Meine Mutter sagt, Herbert könne gar nicht singen"). Holstein nannte "Herbert" einen Bruder im Zweifel, der ihm Hoffnung gibt. So lassen wir es gerne stehen.
Diese Veranstaltung war eine Premiere: erstmalig präsentierten die "Netzwerkkirche" und "Korschenbroich liest" gemeinsam eine Veranstaltung. Und es wird vielleicht nicht die letzte gewesen sein, mutmaßten Dr. Rita Mielke, Initiatiorin von "Korschenbroich liest", und Christoph Sochart vom Lenkungskreis der Netzwerkkirche. Auch das lassen wir gerne so stehen.